Kreisoberliga 4 · Nienstädt Niners A · ein Bericht aus meiner Sicht
Eine neue Saison, ein neues Trikot — naja, fast. Diesmal trete ich für die Nienstädt Niners im A-Team an. Und dieses A-Team ist vollgepackt mit den vier vermeintlich besten Spielern, die der Verein aufzubieten hat. Nach dem Aufstieg ging es für uns in die Kreisoberliga 4, und die Frage, die über allem schwebte, war simpel: In der Kreisliga waren wir vier am Ende nicht mehr zu stoppen — aber was passiert eine Etage höher?

Ein Statement zum Auftakt
Die Antwort kam schneller als gedacht. Gleich zum Start ging’s gegen den Topfavoriten — und wir kamen bestens rein: 10:2 für die Niners. Was ein Statement. Persönlich habe ich an dem Tag ehrlich gesagt nicht geliefert, aber genau das ist die Stärke dieser Mannschaft: Was einer liegen lässt, macht ein anderer wieder wett.
Und so ging’s weiter. Ein 12:0 gegen die Cats aus Minden — die allerdings ein kleines Problem mit meinem Stream hatten und am Ende nicht mal mehr eine Hand zeigen durften, die einen Dart aus dem Board zieht. Dann der erste echte Dämpfer gegen Rolfshagen: Mein Doppelpartner und ich mit großen Problemen — aber auch in schweren Zeiten wird geliefert. 7:5 für die Niners.
Spätestens da kam bei mir die Einsicht: Training verschärfen, wieder liefern, vor allem das Selbstvertrauen zurückholen.
Ungeschlagen in den Winter
Gesagt, getan. Die folgenden Spiele wanderten ohne größere Probleme auf das Konto der Mannschaft. Die Hinrunde beendeten wir als ungeschlagener Herbstmeister — ein tolles Gefühl. Zwei Konkurrenten saßen uns im Nacken: die Hornets und die Evesener, beide ebenfalls heiß auf den Aufstieg. Zu Saisonbeginn war das ausgegebene Ziel noch der Klassenerhalt — aber Dimi und ich wollten von Anfang an mehr. Und genau das spielten wir jetzt.

Der Hammer zum Rückrundenauftakt
Dann der Kracher direkt zum Start der Rückrunde: Hornets vs. Niners. Die Hornets mussten gewinnen, um sich überhaupt noch eine vernünftige Ausgangslage zu verschaffen — und holten alles zusammen, was richtig gute Darts spielt, inklusive der besten Spieler aus der Kreisliga. Ein Spiel auf Messers Schneide. Am Ende setzten sich die Niners 7:5 durch. Was ein Drama. (Die ganze Geschichte gibt’s in meinem ausführlichen Spielbericht)
Souverän bis zum Showdown
Damit hatten wir weiter alles in der eigenen Hand. Durch die Verschiebung des Spitzenspiels gegen Evesen wanderte der große Showdown ans Saisonende. Kurz gesagt: Bis dahin gewannen die Niners alles — und das auch noch souverän. Insgesamt viermal zu null, einige klare 10:2-Siege, selten war auch nur ein Spiel ernsthaft in Gefahr.
Das ist schlicht der Mannschaft geschuldet: Vier Spieler auf annähernd gleichem Niveau. Für die Gegner heißt das — Strategie fällt aus. Egal gegen welchen Niner du antreten musst, alle sind stark, alle gefährlich. Einen, den man als sicheren Punkt einplanen könnte, gibt es nicht.
Das Finale — Gänsehaut pur
Und dann das Saisonfinale, der absolute Höhepunkt: die Niners zuhause gegen die Verfolger aus Evesen. Uns reichte ein Unentschieden, Evesen brauchte unbedingt den Sieg. Wir waren favorisiert, hätten theoretisch sogar eine Niederlage verkraftet — wollten das aber natürlich auf keinen Fall.
Das Spiel ging hin und her. Evesen glänzte mit Konstanz und Erfahrung, wir standen erst in unserer zweiten Saison. Beim 5:5 ging es in die letzten, alles entscheidenden Doppel. Mein Partner und ich mit Matchdarts. Auch das andere Doppel mit Matchdarts. Und Evesen — auch zum Greifen nah am Sieg. Alle halten den Atem an.
Dann der erlösende Schrei: Unsere Bank, der stärkste Spieler trifft Doppel 10 — zum Match, zum Aufstieg. Was ein Moment!
Und auch wenn es „nur“ ein Unentschieden war: Es reichte. Die Saison war gekrönt. Meine Jungs und ich — Meister, aufgestiegen und ein Spiel vor Schluss noch ungeschlagen. Was ein Gefühl. Was für Spieler.
Das Belohnungsspiel zum Abschluss
Ein letztes Spiel stand noch an — Bückeburg musste nochmal dran glauben. Für uns war’s ein reines Belohnungsspiel: Wer wollte, durfte in der A ran. Die A-Mannschaft holte in der ersten Halbzeit die Punkte für eine gute Ausgangslage, die B-Spieler machten im letzten Spiel den Deckel drauf und sicherten den Sieg. Stark gemacht.
Schwarz auf Weiß — die Abschlusstabelle
Und falls jemand zweifelt: Die Tabelle lügt nicht. 18 Spiele, 17 Siege, 1 Unentschieden, 0 Niederlagen. 35 Punkte, fünf mehr als Verfolger Evesen (30) und elf mehr als die Hornets (24).
| Pl. | Mannschaft | Sp. | Pkt. | Sätze | Legs |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Nienstädt Niners A | 18 | 35 | 172:44 | 564:241 |
| 2. | VfR Evesen A | 18 | 30 | 136:80 | 480:356 |
| 3. | Dart Hornets A | 18 | 24 | 144:72 | 506:328 |
| 4. | MTV Rehren A/R A | 18 | 23 | 122:94 | 459:381 |
| 5. | TS Rusbend Racoons A | 18 | 18 | 102:114 | 409:431 |
| 6. | TuSG Rolfshagen e.V. A | 18 | 15 | 97:119 | 396:459 |
| 7. | VFL Bückeburg 03 e.V. A | 18 | 14 | 92:124 | 375:462 |
| 8. | TSV Bad Eilsen e.V. A | 18 | 8 | 87:129 | 357:470 |
| 9. | DC Cats Minden A | 18 | 8 | 66:150 | 320:514 |
| 10. | TuS Holzhausen/Porta e.V. D | 18 | 5 | 62:154 | 311:535 |
Endstand Kreisoberliga 4, Saison 2025/2026 · Gesamt-Average der Liga: Ø 47,3
Aber der eigentliche Hammer steckt im Kleingedruckten. 172:44 Sätze — eine Differenz von +128, glatt mehr als das Doppelte des Zweitplatzierten. Und bei den Legs: 564:241, also +323. Evesen kommt zum Vergleich auf +124. Das ist kein Vorsprung mehr, das ist eine andere Zeitzone.
Übersetzt heißt das: Wir haben nicht nur fast alles gewonnen, sondern auch noch hoch. Kein Zittersieg-Glück, keine Mannschaft, die sich über die Saison drübergerettet hat — sondern schlicht das Team, das von Anfang bis Ende das Brett bestimmt hat. Ungeschlagener Meister, aufgestiegen, und die Zahlen liefern den Beweis gleich mit.
Die Einzelbilanzen — vier Mann, vier Spitzenplätze
Wer wissen will, warum gegen die Niners keine Gegnerstrategie aufging, muss nur einen Blick auf die Spielerbilanz der Liga werfen: Die ersten vier Plätze gehören uns. Komplett.
| Pl. | Spieler | Mannschaft | Spiele | Legs (Gesamt) |
|---|---|---|---|---|
| 1. | XXX | Nienstädt Niners A | 61:5 | 188:50 (+138) |
| 2. | XXX | Nienstädt Niners A | 55:7 | 172:53 (+119) |
| 3. | XXX | Nienstädt Niners A | 48:18 | 167:88 (+79) |
| 4. | Stephan Gloth | Nienstädt Niners A | 48:18 | 161:85 (+76) |
| 5. | XXX | XXX | 43:15 | 144:78 (+66) |
Top 5 der Liga-Einzelbilanz (Gesamt: Einzel + Doppel)
An der Spitze unser stärkster Niner, und zwar nicht knapp. 61:5 Spiele, 188:50 Legs, eine Differenz von +138 — der beste Wert der gesamten Liga, mit komfortablem Abstand auf alle anderen. Dahinter mein geschätzter Doppelpartner mit 55:7 und +119. Und dann unser Chef und ich, punktgleich bei 48:18 — er hatte am Ende die Nase bei der Leg-Differenz hauchdünn vorn (+79 zu +76) und schnappt sich Platz drei, ich werde Vierter. Damit kann ich nach dem holprigen Start gut leben.
Der beste Spieler einer gegnerischen Mannschaft, ein Spieler unseres ärgsten Konkurrenten, landet mit +66 Legs erst auf Rang fünf — also hinter uns vieren. Das ist die ganze Geschichte in einer Zahl: Egal, wen du dir aus unserem Quartett herausgepickt hast, du bist auf einen der vier besten Spieler der Liga getroffen. Keine Lücke, kein Durchatmen, kein sicherer Punkt.
Und ganz nebenbei: Einer unserer Jungspieler, der beim Saisonfinale gegen Bückeburg ran durfte, steht mit makellosen 9:1 auf Platz 18. Die jungen Wilden klopfen also schon.
Fazit
Am Ende stehen die Niners ungeschlagen auf Platz eins — und sind aufgestiegen. Dass die Regeln drei Spieltage vor Schluss geändert wurden und nur noch der Erste aufsteigt, während der Zweite leider in die Röhre schaut, hat uns dabei nicht mehr gejuckt. Wir standen ja oben.
Die Niners A haben geliefert und spielen jetzt im Bezirk. In welcher Zusammensetzung auch immer — von meiner Seite aus wünsche ich allen alles erdenklich Gute und dass es wieder eine genauso gute Saison wird.
Erst meine zweite Saison, aber schon mein zweiter Aufstieg, ungeschlagen mit der Mannschaft. Mehr geht eigentlich nicht.

